Slow Juicer von Homever

Vor Jahren hatten wir mal einen Entsafter. Ein klassisches Gerät, das mittels Zentrifugalkraft die Flüssigkeit von den festen Teilen im Obst und Gemüse trennte. Dieses Gerät war laut und auch ziemlich ineffizient, weil die Fruchtfleischreste ziemlich saftig blieben. Als das Gerät kaputt ging kauften wir uns kein neues mehr, weil uns keines wirklich überzeugen konnte.

Nachdem nun Obst- und Gemüsesäfte im Sinne einer gesunden Ernährung in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen, schaute ich mich nach möglichen Geräten um. Dabei stieß ich auf die sogenannten Slow Juicer und bestellte mir ein derartiges Gerät auf Amazon.

Der Slow Juicer von Homever (vermutlich baugleich mit zig anderen Anbietern) arbeitet nach einem einfachen, aber durchaus effizienten Prinzip.

Grundsätzlich agiert das Gerät als Saftpresse, also nicht nach dem Zentrifugalprinzip. Dabei wird das Obst oder das Gemüse von oben eingelegt und in eine Extruderwelle gedrückt. Diese Welle wird gegen Ende immer flacher und drückt damit den Obst- oder Gemüsebrei gegen ein starres Sieb, das sich am Ende der Welle befindet. Dieses Sieb trennt letztendlich die festen Stoffe von enthaltenen Saft.

Kaum zu glauben wie gut das Funktioniert, denn am Ende des Extruders kommt wirklich perfekt entsaftetes Material heraus. Das ist so trocken, dass sich selbst nach längerem Stehenlassen der Abfälle keine Flüssigkeit am Boden des Gefäßes sammelt. Richtig cool.

In einem kurzen Video habe ich die Funktionsweise festgehalten. Hier sieht man recht schön wie die Welle die Apfelspalten und die Karotten aufnimmt und nach vorne gegen das Sieb drückt. Dabei wird die Flüssigkeit ausgepresst und eben nicht geschleudert. Die Pressrückstände werden komprimiert und durch die Front nach Außen gedrückt. Wie man in dem Video auch erkennen kann, sollten die Stücke nicht zu groß sein, damit sie von der Extruderwelle ordentlich erfasst werden können.

Im Lieferumfang sind zwei Behälter dabei. Einer davon dient als Auffangbehälter für den Saft der direkt unter dem Extruder aus einer Öffnung fließt, und der zweite Behälter dient zum Auffangen der Rückstände, die langsam und ohne tropfen aus dem Gerät gedrückt werden.

Aus drei kleinen Äpfeln und drei Karotten konnte ich mit dem Slow Juicer gut 0,25 Liter Saft extrahieren. Das ist wirklich sehr gut, vor allem weil eben in den Pressresten kaum Restfeuchtigkeit bleibt.

Interessant wäre noch gewesen, die Äpfel und Karotten zuvor abzuwiegen, oder zumindest das Gewicht der Pressreste mit dem Gewicht des Saftes zu vergleichen. Vielleicht mach ich das noch und schreib das dann als Update in diesen Beitrag.

Die Qualität des Saftes war sehr gut. Reiner Saft ohne große Fruchtfleischteile.

Die Reinigung ist recht einfach, sollte aber gründlich erfolgen, damit keine Reste im Sieb hängen bleiben. Dafür liegt dem Gerät eine kleine Bürste bei mit der man das Sieb ordentlich reinigen kann. Der Extruder und die anderen Teile der Presse lassen sich einfach unter fließendem Wasser abspülen. Man sollte sie aber nicht in den Geschirrspüler geben, da die hohen Temperaturen in der Spülmaschine den Kunststoff angreifen könnten.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit der Qualität des Homever Slow Juicers und der Leistung beim Saftpressen. In Zukunft werde ich wahrscheinlich auch Zitronen so auspressen, weil dadurch wirklich wesentlich mehr Saft gewonnen werden kann als mit herkömmlichen Zitruspressen. Abschließend noch ein paar Bilder die ich bei der Verwendung der Presse gemacht habe.

Basierend auf den bisherigen Erfahrungen würde ich diesem Produkt eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Sollte sich daran etwas ändern, weil etwa qualitative Mängel auftreten, dann werde ich ein entsprechendes Update vornehmen.

5 von 5 sternen

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