HAOQIN Notebook mit 14 Zoll HD-Display

Die aktuelle Situation rund die sich aus der Covid-Pandemie für Schüler ergibt ist herausfordernd. Wir haben zwei Schüler im Haus und standen im Frühjahr vor allem bei unserer Jüngeren vor dem Problem, dass wir schnell einen PC oder Notebook benötigten, damit sie am Distance Learning teilnehmen konnte. Zum Glück hatten wir ein altes Marken-Notebook zuhause, das wir für sie herrichten konnten. Dessen Baujahr 2013 lässt jedoch auf diverse Einschränkungen schließen. Nun hat sich die Covid-Situation nicht geändert und wir müssen auch im kommenden Semester wieder mit Distance-Learning-Phasen rechnen. Daher mussten wir die Anschaffung eines neuen Notebooks ins Auge fassen.

Da wir nach den letzten Monaten kaum finanzielle Kapazitäten haben, musste das Notebook möglichst günstig sein, sollte jedoch trotzdem die Anforderungen für den Schulbetrieb erfüllen.

Das hier beschriebene HAOQIN Notebook bietet einen vernünftigen Leistungsumfang bei vergleichsweise günstigem Preis.

Die technischen Daten:
  • Intel N3350-CPU mit 1,1 GHz
  • 13,5″ Display mit 1366 x 768 Pixel
  • 128 GB SSD
  • 6 GB RAM
  • 10.000 mAh Li-Ionen-Akku
  • WLAN 2.4 GHz & 5 GHz
  • Windows 10 vorinstalliert
  • Netzteil mit 24 Watt im Lieferumfang enthalten

Die Qualität

Das Gehäuse wirkt etwas günstig und knarzig, dafür ist das Notebook sehr leicht und lässt sich sehr einfach transportieren. Ähnlich wie mit dem Gehäuse verhält es sich mit dem Keyboard. Auch hier merkt man Unterschiede zu Markenprodukten, die dem günstigen Preis geschuldet sein dürften. Der Druckpunkt der Tasten ist nicht eindeutig, aber ausreichend um mit dem Gerät ordentlich schreiben zu können. Für unsere Tochter war aber unter anderem die Farbe ausschlaggebend. Teenager haben offensichtlich andere Bewertungskriterien.

Über das Keypad mit integriertem Nummernblock kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Ich persönlich finde es eher unpraktisch, und auch unsere Tochter verwendet es nicht. Sie meint, dass die Nummerntasten im Keyboard vollkommen ausreichen.

Alles in Allem merkt man natürlich, dass es sich um ein günstigeres NoName Gerät handelt, aber ich kann aus Erfahrung agen, dass es auch unzählige Markengeräte gibt, die sich um nichts wertiger anfühlen, aber wesentlich teurer sind.

Die Schnittstellen und der Akku

Das Notebook verfügt über einen USB 2.1, einen USB 3.0, einen HDMI-Out, einen 3,5 Klinkenanschluss und einen Micro_SD-Karten-Slot. Damit ist im Prinzip alles dabei was man im Alltag als Schüler braucht. Zusätzlich lassen sich Geräte wie Kopfhörer oder eine Maus via Bluetooth verbinden und die eingebaute Kamera (mit grottenschlechtem Bild) ermöglicht Video-Chats. Das Bild ist wirklich nur so gut, dass der Gesprächspartner ungefähr abschätzen kann mit wem er es zutun hat. Die Auflösung ist irgendwo bei 480×240 oder so. Aber man kann die Kamera mit einem mechanischen Schuber schließen, was wirklich toll ist. Das sollten alle Geräte haben – vor allem wenn sie im Kinderzimmer stehen.

Die WLAN-Verbindung ist vorhanden, aber nicht wirklich die beste. In unserem Haus, wo wir über eine Anbindung mit 170 Mbit Downstream und 40 Mbit Upstream verfügen, kommt das Notebook gerade mal auf knapp über 10 Mbit Downstream und 35 Mbit Upstream. Ich habe keine Ahnung warm das Notebook beim Downstream so schwächelt, aber ein Gerät das gleich daneben lag erhielt bei einem darauf folgenden Test die volle Bandbreite. Wobei das Jammern auf hohem Niveau ist, da bei dieser Bandbreite auch HD-Filme gestreamt werden können.

Ja die Akku-Laufzeit ist mit gut 5 Stunden ausreichend für einen Schultag und zuhause muss das Notebook dann sowieso an die Steckdose. Mit dem mitgelieferten Netzteil lässt es sich jedoch nur aufladen, wenn es in der Zeit nicht verwendet wird, da ansonsten der Verbrauch nur knapp unter 20 Watt liegt und lediglich 4 Watt zum Laden übrigen bleiben.

Das Display

Die Auflösung ist sehr gut und die Helligkeit absolut ausreichend um in beleuchteten Räumen gut zu arbeiten. Zum Arbeiten im Freien eignet es sich nur bedingt, weil dafür die Helligkeit etwas zu gering ist und das eigentlich matte Display dann doch zum Spiegeln neigt. Schnelle Bildwechsel überfordern das Display nicht und es lassen sich auch kaum Fading oder ähnliche Artefakte feststellen.

Die Leistung allgemein

Mit Windows und den Office-Produkten kommt das Notebook sehr gut zurecht. Alles wird flüssig und zügig geöffnet und beim Arbeiten kommt es selten zu kürzeren Nachdenkphasen des Geräts. Diese sind dem Zweikernprozessor geschuldet, da dieser ja nur 2 Threads gleichzeitig abarbeiten kann. Für die Anwendung als Schul- und Hausaufgaben-PC ist das HAOQIN Notebook jedoch wirklich sehr gut geeignet. Und für PC-Games sollte man sich sowieso etwas anderes, Leistungsstärkeres mit wesentlich mehr Grafikleistung kaufen.

Somit kann ich abschließend sagen, dass unsere Tochter mit diesem Notebook ein sehr brauchbares Gerät mit ebenso gutem Preis/Leistung-Verhältnis bekommen hat, von dem wir hoffen, dass es eine ordentliche Zeit lang hält.

5 von 5 Sternen

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